Wir benutzen primär Roll20. Der Account ist prinzipiell erstmal kostenlos, man hat aber nur ein Datenvolumen von 100 MB, was man für Bilder, Token für Gegner und NSC etc. nutzen kann. Ist relativ einfach zu bedienen, man muss aber gerade am Anfang vielleicht mal ein Tutorial ansehen... wie bei jeder Software. Besonderer Vorteil: Da es auf deren Servern gehostet wird, können Spieler, so sie dies wollen, bspw. ihre Level-Ups etc auch dann machen, wenn eigentlich gerade keine Session stattfindet. Für die gängigen Rollenspielsysteme gibts auch (mitunter von Fans gemachte) vorgefertigte Charakterbögen, die einem das Hintergrundwissen zu Spielmechaniken abnehmen, da man einfach nur "Ich greife an - *Klick* - Den Rest macht die Software!" durchführen muss. Alternativ kann man sich auch Makros dafür selber schreiben, erfodert aber gewisse Kenntnisse mit deren API. Premiumaccounts kosten dann natürlich was (min 5€ pro Monat bzw. 50€ pro Jahr) mit Abo-Modell, dafür hat man dann dynamisches Licht, Mehr Speicherplatz. Außerdem muss man für alle Rollenspielsysteme Module die man nutzen will extra kaufen. Habe ich also bspw. eine D&D 5e Regelergänzung als Buch heißt das noch nicht, dass ich die dann auch einfach so im Roll20 nutzen kann. Da wir aber vorwiegend ohne derartige Features spielen, hat uns das aber bisher nicht groß behindert.
Fog of War, Musik, eigene Maps kannst du alles reinbringen, geht aber eben auf den zur Verfügung stehenden Speicher und 100 MB sind echt wenig, da muss man schon häufig löschen oder mal was außerhalb hochladen und eben per Discord oder so zeigen. Ich find es allgemein sehr einfach zu benutzen, aber die Speicherbegrenzungen stören im kostenlosen Modell gerade bei langen Kampagnen schon. Ich wollte deswegen immer mal auf Foundry wechseln, habs aber noch nicht geschafft, weil ich beim Start neuer Runden dann gedacht hab... "ach einmal noch im Roll20, beim nächsten Mal dann."
Foundry VTT funktioniert etwas anders. (Ich habs schon als Spieler benutzt und besitze es, hab aber noch nicht damit geleitet). Man kauft die Software und installiert die bei sich. Man kann es lokal auf dem PC hosten, dann ist es aber nicht verfügbar, wenn Spieler außerhalb der Session was machen wollen... außer man hat einen permanent mit dem Internet verbundenen Server (privat oder gemietet), der das eben übernimmt. Den Server zum Laufen zu bringen kann mitunter bisschen hakeln, wenn man sich nicht auskennt... aber dafür gibts Tutorials. Da man es statt dem Abo-Modell nur einmal kauft, ist sowas wie dynamisches Licht gleich drin. Updates gibts auch regelmäßig. Rollenspielsysteme sind ebenfalls vorhanden, DS4 hat ja da auch seine eigene von Fans gepflegte Version, die man kostenfrei runterladen kann und nutzen kann. Offizielle Regelerweiterungen muss man natürlich auch kaufen. Alternativ wieder Makros schreiben und Programmieren lernen.
Foundry kommt für mich als Spieler viel moderner daher und sieht auch schicker aus. Ich hab aber als SL eher wenig Erfahrung damit, außer dass ich mal was versucht habe über Tutorials zu basteln. War nicht kompliziert, Praxistest als SL fehlt aber noch. Eine Demo gibts in dem Sinne nicht, man comittet sich also mit dem Kauf, hat damit dann aber alle Features, wie Fog of War, Beleuchtung, geheime Wände und Türen, Musik, tonnenweise Bilder und Maps (abhängig vom Speicher auf dem PC/Server) mit drin.