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Slay-Engine => Dungeonslayers => Thema gestartet von: Sir Slayalot am 01. April 2026, 10:53:24
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In der :*s:-Redaktion basteln wir gerade fleißig rum und ich bin da auf einen mir bisher nicht klaren Regelumstand gestoßen: Können Eigenschaften negativ sein? Also falls ein Charakter – warum auch immer – HÄ -1 hat, würfelt man dann Abwehr etc. mit z.B. KÖR -1? Oder geht es nicht tiefer als Null?
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CK wird hier wahrscheinlich noch reinsliden und ich denke mal du willst es von ihm hören, aber wenn wir nach der Regel für Wiederbelebung gehen (und den Zauber Wahnsinn oder Untote wie Zombies oder Skelette die ohne (funktionierendes Hirn rumlaufen) und deren GEI 0 ist, noch mit einbeziehen) würde ich den Wert 0 als absolutes Minimum ansehen.
WIEDERBELEBUNG
In manchen Settings ist die Wiederbelebung (beispielsweise mit dem Zauber Wiederbelebung) nichts ungewöhnliches.
Bei einer Wiederbelebung sinkt KÖR permanent um 1 Punkt. Charaktere mit KÖR 1 können nicht wiederbelebt werden.
WAHNSINN
Effekt: Das Ziel des Zaubers wird auf der Stelle wahnsinnig und zu einem sabbernden Schwachsinnigen, dessen Geist fortan auf 0 gesenkt ist.
Nur der Zauberspruch Allheilung kann diesen Effekt bannen, wofür pro wiederherzustellenden Punkt in GEI der Spruch jeweils einmal auf das Ziel
angewendet werden muss.
... zumindest bei Attributen ist das der Fall.
Ich schätze mal Eigenschaften funktionieren analog dazu, ABER nur um den Gedanken auszuführen, damit ihn CK dann wieder einkassieren kann:
Da Attribute ja deutlich "fester" (können sich nach SC-Erschaffung eigentlich kaum noch ändern) stehen als Eigenschaften, die zudem betont auch 0 sein können, könnte man ein Argument dafür aufmachen, dass negative Eigenschaften existieren können und dann durchaus als Malus von den festeren Attributen (in der entsprechenden Probe) abgezogen werden.
Es gab (zumindest meine ich mich daran zu erinnern) aber auch mal ne Diskussion zu Kampfwerten und, ob die 0/negative Bereiche erreichen können, Beispiel da war der Laufen-Wert, der durchaus 0 oder einen negativen Wert erreichen könnte und da war die Antwort auch niedriger als 0 geht nicht (wenn ich mich richtig erinnere, finde die Diskussion auf die Schnelle nicht).
Natürlich gibt mit dem Kampfwert Lebenskraft eine Ausnahme, da diese durchaus unter 0 werden kann, sogar ohne dass es regeltechnische Auswirkungen hat (siehe Talent Standhaft), aber dass LK immer nen Sonderfall ist, muss hoffentlich nicht diskutiert werden, ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben.
Also abschließend würde ich sagen: nein ein Attribut/eine Eigenschaft kann nicht negativ werden, 0 ist bereits der Nullpunkt (🥁), aber je nach Anwendungsbereich würde ich da vielleicht eine temporäre Regel o.ä. einführen, je nachdem ob es für etwas explizit gebraucht wird.
(Als Info noch: dass Attribute nicht negativ werden können bzw 0 schon das absolute Minimum ist daran habe ich mich auch für eine Volkseigenschaften, die Attribute modifizieren orientiert.)
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Hmm. Attribute wohl sicher nicht. Eigenschaften eher ja. Warum? Weil wie geht man mit probenmodifikationrn um, die einen wert unter seinen eigentlichen drücken. Ist ja nichts anderes. Was meine ich?
Angenommen jemand hat agi 7 und be 0. Eine Waffe senkt die ini. Ist ja eigentlich nix anderes, nur dass der negative modifikator nicht von be kommt....
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Gabs nicht auch irgendwo Regeln (keine Ahnung gerade wo oder ob überhaupt offiziell) die besagte: wenn Attribut unter 0 dann tot?
Aber da es um Eigenschaften geht: ich wüsste nicht, dass ich schon mal auf sowas gestoßen wäre. Konsequenz könnte also sein entweder negative EW ausschließlich zu erlauben oder bei nötiger Reduzierung alternative EW zu senken, damit der Effekt nicht verpufft. Bei DS kenn ich sowas nicht.
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Natürliche negative Eigenschaftswerte machen keinen Sinn. 0 hat eine Handlungsunfähigkeit zur Folge.
Temporäre Modifikationen sollten im Regelfall auf die Kampfwerte und Probenwerte gehen. Bei Eigenschaften ist es eigentlich egal, solange es auch nur ein temporärer Mod ist.
Beispiele aus dem GRW:
Der Zauber Wahnsinn wirkt auf Eigenschaften:
> Das Ziel des Zaubers wird auf der Stelle wahnsinnig und zu einem sabbernden Schwachsinnigen, dessen Geist fortan auf 0 gesenkt ist.
Das Tentakelhirn macht auch sowas:
> Werteverlust: Pro schadensverursachenden Treffer mit dem Gedankenzehrerstrahl-Zauber wird GEI um 1 gesenkt (bei GEI Null ist das Opfer wahnsinnig). Pro Anwendung des Zaubers Allheilung wird 1 verlorener Attributspunkt regeneriert.
Bei den Regeln zur Heilung und Wiederbelebung gibt es eine untere Grenze von KÖR 1:
> Bei einer Wiederbelebung sinkt KÖR permanent um 1 Punkt. Charaktere mit KÖR 1 können nicht wiederbelebt werden.
Daraus lässt sich nur ableiten, dass bei 0 Schluss ist und der Charakter in irgendeiner Form erstmal handlungsunfähig wird, aber nicht gleich tot ist.
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Geist ist ein ATTRIBUT - keine Eigenschaft. Attribute gleich oder unter Null machen natürlich gar keinen Sinn. Eigenschaften eher - es könnte ja auch (temporär) sein, dass man durch Krankheit oder ähnliches hier eine EInschränkung hat.
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Danke für eure Einschätzungen, genau, es geht um Eigenschaften. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Minuswerte gut in die SlayEngine passen.
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Negative Eigenschaftswerte wären ein absolutes Novum in er SlayEngine, auch bei Eigenschaften gilt eigentlich 0 = quasi nicht vorhanden, darunter geht nicht.
Ein starrer Steingolem hat BE 0, aber nicht -5; Bärentatzen GE 0, aber nicht -2, weil ungeeignet; ein Einhorn VE 1, ein Pferd VE 0, aber ein Esel deshalb nicht VE -1.
Wenn eine Gliedmaße fehlt, wird die Eigenschaft dafür als 0 betrachtet, aber nicht Minus - wie sollte der Wert noch weniger werden, das Fehlen der Extremität ist ja schon das nonplusminusultra.
Auch in Hinblick auf die nach oben orientierte Engine weiss ich nicht, warum man an dieser Stelle nach 15 Jahren auf einmal rumbiegen sollte.
In welchem Zusammenhang kam die Frage denn auf?
Ich sehe nämlich eigentlich gar keine Notwendigkeit, ihr nachzugehen. Wenn ihr Zusammenhang aber dennoch wichtig ist, würde ich dort das Problem suchen, aber nicht am Fundament rumdoktorn - das wirkt sich immer auch auf die Gesamtkontruktion aus, selbst wenn man es nicht gleich sieht. Allein sämtliche Monsterstats, die man nochmal durchgehen müsste...
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In welchem Zusammenhang kam die Frage denn auf?
Es geht um Fähigkeiten, die Eigenschaftswerte von Gegnern senken und mir persönlich stellte sich beim Betrachten der Regelentwürfe diese Frage, die eben bisher nicht beantwortet worden war. Aber wenn das Minimum von Eigenschaften immer Null ist, dann ist das so. Da muss auch nicht diskutiert werden.
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Werden da denn wirklich die Eigenschaften der Gegner modifiziert oder bekommen sie auf bestimmte EigenschaftsPROBEN einfach einen Malus?
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Ja, da werden wirklich die Eigenschaftswerte modifiziert.
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Hast Du mal ein Beispiel?
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Klar. Mit den richtigen Talenten kann man z. B. ein Gerät bauen, das ich hier einfach Neuronenblockadestrahler nennen möchte. Er senkt den VE eines Ziels um 3 für VE (des Erfinders) min. 3 ist das Limit und ist auch erst drin, wenn man ein paar Talentränge in "Prototyping" reingesteckt hat.
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Wenn ich mich recht entsinne, wäre mir noch in keinem offiziellen Abenteuer oder dem GRW ein monster untergekommen, dass Eigenschaftswerte direkt angreift. Die benannte waffe scheint mir da auch sehr speziell zu sein. Ich denke da könnt ihr euch einfach was ausdenken. Optionen gibts ja viele.
- negative EW zulassen ohne Konsequenzen abgesehen von den modifizierten PW von Kampfwerten und Proben.
- 0 als Minimum belassen und weitere Effekte verpuffen
- Ist ein Wert bei 0, dann wird stattdessen das überliegende Attribut reduziert (Bei VE als GEI) und dann bei negativ dort auch entweder sagen, ob 0 als Minimum steht oder man vielleicht sogar stirbt (Attribute negativ = tot habe ich öfter gesehen).
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Ja, es ist ein sehr spezieller Fall. Aber: Danke für die guten Ideen, Sintholos!
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Alleine des Spielflusses wegen wäre mir ein Modifikation unter 0 abträglich; weil was soll denn da fluff-mäßig geschehen?
HÄ -2 man macht sich selbst auch noch schaden?
GE -3 man versagt negativer ?
VE -1 man weiß es wirklich nicht mehr als man es nicht wissen könne?
Eine Mechanik mit Negativ-Eigenschaften wäre mMn zwar stochastisch interessant, aber für einen Spielfluss schwierig.
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Ich schalte mich jetzt auch mal in die Diskussion ein. Ich bin da eher im Team "kein Problem".
Man muss bedenken, dass es sich nur um temporäre Modifikatoren über ein paar Runden oder Minuten handelt.
Flufftechnisch handelt es sich bei minus ST oder HÄ um einen Schwächeanfall, bei minus BE um Krämpfe, bei minus VE um Konzentrationsschwierigkeiten usw.
Bei den Proben änder sich mechanisch auch nix. Man hat nachwievor das Attribut und die Eigenschaft und addiert beide. Is die Eigenschaft dabei negativ, wird auch der Probenwert entsprechend niedriger. Das wäre genauso, als wenn der Spielleiter eine erschwerte Probe mit Malus verlangt.
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Also wenn ein NSC keine Hände hat (GE: 0) hat er dann dadurch mit den Händen einen Malus ???
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Und wenn ein Spielercharakter bei der Erstellung 0 auf GE vergibt, hat er auch keine Hände???
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Nein, er hat nur keinen Bonus. Ich sprach deshalb extra von NSC-Werten (besser: Monster), weil die sowas oft eingebaut haben.
Das ist auch bei diesem Beispiel nicht der eigentliche Punkt. Der Punkt ist, dass Kreaturen ohne Hände keinen negativen Wert da hätten, wärhend SC einen Malus auf Proben bekommen, aber keine negativen Eigenschaftswert.
Ich hab auch ehrlich gesagt Schwierigkeiten die Motivation hinter all dem zu erkennen. Für mich liest sich das wie "Wir haben einen coolen Gegenstand erfunden, der aber nur funktioniert, wenn wir diese Regel festlegen" und für mich rechtfertigt ein neuer Gegentand(?) es nicht, die ganze Engine auf einmal in ihren Basiswerten anders zu behandeln.
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Ja so wie der aktuelle Stand der Prototyping-Regeln ist, wäre es tatsächlich möglich, Dinge zu erfinden, die Mali auf Eigenschaften erzeugen. Allerdings sehe ich auch kein Problem, dies auch anderweitig zu verwenden. Lähmungsgift, Flüche, Krankheiten...
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Ich seh das Problem nicht so ganz. Der Zauber BLENDEN macht (temporär) nix anderes. Ist ein Effekt aus einem Zauber und nicht aus einem Gegenstand, ist aber das selbe, denn so schnell hat niemand 8+ auf den entsprechenden Eigenschaftswerte (und das betrifft ja bekanntlich ALLES wofür man sehen können muss).
Angenommen der geblendete Krieger versucht dann dem zauberwirkee sein Schild an den Schädel zu werfen, dann ist ein Recht geringer pw nicht unwahrscheinlich...
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Ich seh das Problem nicht so ganz. Der Zauber BLENDEN macht (temporär) nix anderes.
Doch, tut er. Der Zauber gibt -8 auf alle Handlungen (= Proben), er geht aber nicht an die eigene Substanz des Charakters. Im Ergebnis läuft dieses Zauber-Beispiel zwar auf den selben Würfeleffekt raus, aber es ist nun mal nicht dasselbe.
Das mag nach Haarspalterei klingen, so leicht ist das aber nicht - immer drohen Stolpersteine, auch wenn man die noch nicht sieht, allein schon aufkommenden Fragen, die dann nicht im GRW beantwortet sind: Kann ich eine gesenkte Eigenschaft wieder gesund steigern? Muss ich den Verlust auch von meinem Eigenschafts-Höchstwert abziehen? Sind regenerierte Eigenschaften günstiger als normale Steigerungen? Erhalte ich die Lernpunkte zurück, wenn eine gesteigerte Eigenschaft wieder sinkt?
Und das sind nur die grundlegenden Basics - was negative Kampfwerte ("Bin ich mit Ini -4 trotzdem jede Runde dran"), negativen Zauberdistanz oder begünstigende ZB-Abwehrwerte für Fragen bei der OttoNormal-Gruppe aufwerfen, will ich mir gar nicht ausdenken. So eine Änderung ist leicht mal gesagt, aber DS ist eigentlich auch dafür bekannt, das es wenig Fragen aufwirft, warum soll man das wegen einem Gegenstand wegwerfen?
Oder anders: Was spricht denn bitte dagegen, wenn man einfach sagt, dass der Effekt einen Malus auf [Eigenschaft hier einsetzen]-Proben gibt? Das wäre völlig ungefährlich und man müsste nicht anfangen mit "Ja, in der SlayEngine gibt es jetzt auch negative Eigenschaftswerte, wurde aber nie im Langspieltest geprüft".
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Keiner deiner gestellten Fragen trifft auf unseren Fall zu. Es geht lediglich darum, dass eine Eigenschaft für ein paar Runden/Minuten gesenkt wird, ggf. ins Negative. Nach Ablauf der Zeit geht die Eigenschaft wieder auf ihren vorherigen Wert zurück. Davon abgesehen könnte man mit Prototyping tatsächlich auch Dinge bauen, die verlorenen Eigenschaftspunkte wieder regenerieren, aber das is ein anderes Blatt.
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Wichtig ist ja primär, dass man, wenn man so einen Effekt einführt, die Konsequenzen auch bis zuende denkt und nach Möglichkeit alle möglichen Fragen klärt. *S führt ja auch einige Regelerweiterungen mechanischer Art ein, die es bei DS so nicht gibt. Das dürfte man ja sonst auch nicht.
Devise wäre also zumindest für mich: Überlegt euch einen Effekt bei negativen EW, der Sinn für euch macht und brainstormt dann alle sich daraus ergebenden Fragen und beantwortet sie.
CKs Hinweis als Alternative ist aber auch sinnvoll. Statt "Waffe senkt VE um X" könnte man auch sagen "Waffe erschwert auf VE basierende Proben für Y Zeit um X". Das würde denselben würfeltechnischen Effekt erzielen, quasi wie der Gegnerabwehrmalus, aber keinen so großen Rattenschwanz nach sich ziehen.